Rekonfigurierbare Kognitive Systeme
softgate hat das vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie geförderte Verbundprojekt ReKoSys erfolgreich abgeschlossen. Es wurde untersucht, in wie weit Klassifizierungsverfahren zur Objekterkennung in Kamerabildern (kognitive Funktionen) auf eingebettete Systeme (z.B. FPGA Field Programmable Gate Array) portiert werden können. FPGAs sind digitale Bausteine, deren Funktionsweise durch Strukturvorschriften dynamisch festgelegt werden (Rekonfigurierbarkeit).
Die Verbundpartner Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen, Erlangen, und die Firma Dallmeier Electronic, Regensburg, konzentrierten sich dabei auf die automatisierte (Vor-)Analyse von Videodaten aus Überwachungskameras. Die Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhl für Informatik, Hardware-Software-Co-Design, und softgate legten ihren Schwerpunkt auf die Übertragung solcher Verfahren in die Netzwerktechnologie im Automobilbereich. Dort soll eine einzelne leistungsfähige Netzwerkstruktur verwendet werden, um eine Vielzahl von Netzwerkprotokollen bereitzustellen, zwischen denen mittels einer kognitiven intelligenten Funktion umgeschaltet wird. Bisher war dazu jeweils eine Netzwerk-Infrastruktur pro verwendetes Protokoll erforderlich, was sich auf Gewicht und Kosten sehr deutlich auswirkt. Als Ergebnis konnte ein Demonstrator entwickelt werden, der das sogenannte CAN+ Protokoll veranschaulicht. Dies ist eine Erweiterung des im Automobilbereich weit verbreiteten CAN-Busses, die neben der Übertragung der Standard-CAN-Nachrichten (z.B. Scheibenwischerimpuls) nun auch dynamische Videodaten (z.B. Rückfahrkamera) über diese Infrastruktur senden kann.

Ulrich Köstner
Teamleiter Embedded Systems
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ulrich.koestner@soft-gate.de
